Gute und leistbare Kinderbetreuungsplätze für alle Familien in Salzburg

Die Chefredakteurin des Salzburger Fensters, Brigitte Gappmair, kommentierte vergangene Woche meinen Blogartikel (www.simon-hofbauer.at) zur Halbierung der Kinderbetreuungs-Elternzuschüsse und resümierte: „Ausreichend Kindergartenplätze – Ja! Aber was nützt es, wenn sich dann noch weniger den in der Tat dringend benötigten Kindergartenplatz leisten können?“ Dazu möchte ich drei Anmerkungen machen:
 
Erstens: Was nützt Familien, die keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder haben, eine Förderung,  die einkommensunabhängig mit der Gießkanne ausgeschüttet wird? Gar nichts. Deswegen unterstütze ich das Bestreben der Landesregierung, Mittel in den dringend nötigen Ausbau der Betreuungsplätze umzuschichten. Für hunderte Mütter und Väter, die bisher für ihre Kinder keinen Betreuungsplatz gefunden haben, stellt das eine deutliche Verbesserung ihrer persönlichen Situation dar.

Für die Kinderbetreuung wird übrigens so viel Geld ausgegeben wie nie zuvor in Salzburg. 2014 flossen insgesamt 46 Millionen Euro in die Kinderbetreuung, das sind über vier Millionen mehr als noch 2012. Für 2015 sind 50 Millionen Euro reserviert. Das Land Salzburg gibt für jedes Kind – abhängig vom Alter und dem Betreuungsausmaß – zwischen 2.600 und 12.600€ pro Jahr aus!

Zweitens: Durch den Kinderbetreuungsfonds, der mit 300.000 Euro jährlich dotiert ist, wird die Kürzung gerade für Familien mit geringen Einkommen und AlleinerzieherInnen zur Gänze abgefedert. Viele Familien bekommen in Zukunft dadurch sogar um bis zu 50€ mehr als bisher. Am Geld wird die Kinderbetreuung für keine Familie scheitern.

Drittens: Die Preisgestaltung der Kindergartenplätze liegt maßgeblich bei den Gemeinden. Und so fangen viele Gemeinden die Halbierung der Zuschüsse zu den Elternbeiträgen auf, d.h. die Kosten für den Betreuungsplatz erhöhen sich für die Eltern nur teilweise oder überhaupt nicht. Das hat etwa Puch (63€ für Ganztagesbetreuung/Monat) gemacht, ebenso St. Johann (30€ für Ganztagesbetreuung/Monat). Dass es für alle teurer wird, ist also ein Märchen, das zwar gerne (vor allem von der SPÖ) verbreitet wird, aber einfach nicht stimmt! Dass es bei den Kosten für ein und dasselbe Angebot immer noch eklatante Unterschiede innerhalb des Bundeslandes ist richtig. Dieses Problem müssen wir gemeinsam mit den Gemeinden angehen.

Unser Ziel ist klar: Gute Kinderbetreuungsplätze in allen Gemeinden für alle Familien, die sie brauchen, und das zu leistbaren Preisen. Das werden wir allen Unkenrufen zum Trotz umsetzen.

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/zedzap/6756142531 Creative Commons
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