Neues Wettgesetz: Verbot von Live-Wetten in Salzburg!

In Salzburg sind nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 5.000 Menschen spielsüchtig. Diese Menschen verspielen nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern meist auch die ihrer Familie und Kinder. Glücksspielautomaten sind der schnellste Weg in die Sucht. In Salzburg sind tausende dieser Automaten illegal aufgestellt. Viele davon in den diversen Wettcafes. Diese Spielautomaten sind gefährlich und haben dort nichts verloren. Daher wollen wir die illegalen Automaten schnellstmöglich raus haben aus den Wettcafes!

Gesetzes-Entwurf in Begutachtung

Letzte Woche ging nun der Entwurf des neuen Salzburger Wettunternehmengesetzes (WuG) in Begutachtung, mit dem das bisherige Buchmacher- und Totalisateure-Gesetz aus dem Jahr 1994 abgelöst wird. Das neue Gesetz sieht zahlreiche deutliche Verschärfungen für die Wettbranche in Salzburg vor. Eine wesentliche Neuerung darin ist das explizite Verbot von Live-Ereigniswetten, wie zum Beispiel das Wetten auf den nächsten Einwurf, oder die nächste Gelbe Karte. Solche Live-Wetten sind eigentlich Glücksspiel. Denn wenn solche Live-Wetten in hoher Frequenz gespielt werden, dann entsteht ein ähnlich hohes Spielsuchtrisiko wie bei Glücksspielautomaten. Daher sind solche Wetten in Zukunft verboten.

Jugendschutz und Schutz vor Spielsucht steht im Mittelpunkt

Das neue Salzburger Wettgesetz sorgt für besseren Jugend- und Spielerschutz in Wettcafes. Es bringt strenge Regeln für die Wettbranche und geht entschieden gegen illegales Glücksspiel vor. In Zukunft stehen Behörden nicht mehr vor verschlossenen Türen, da das Gesetz bei der Verweigerung der Kontrollen auch mit Zwang vorgehen kann. Wett-Terminals dürfen nur mehr mit einer personalisierten Wettkarte benutzt werden. Die Wettunternehmen haben ein elektronisches Wettbuch über alle abgeschlossenen Wetten zu führen. Alle Aufzeichnungen müssen fünf Jahre für die Behörden gespeichert werden. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen Wettbüros nicht betreten. Außerdem wird es bei problematischem Spielverhalten die Möglichkeit einer Selbstsperre geben. Besteht die begründete Annahme für eine Gefährdung des Existenzminimums von SpielerInnen, so sind die Unternehmen sogar zu einer Fremdsperre verpflichtet. Bei zwei Verstößen gegen das Gesetz kann mit dem neuen Gesetz die Lizenz entzogen werden! Wir sagen „Game over für das illegale Glücksspiel!“   

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